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Wechsel in Deutschland, Wechsel in Europa
Warsaw, October 5-6, 2006
Kurzlebensläufe
Prof. Dr. W³adys³aw Bartoszewski (geboren 1922) – Politiker, Journalist, Autor. In den Jahren 1940 – 1941 Gefangener des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Soldat der Armia Krajowa (Heimatarmee). 1942 – 1945 Mitarbeiter der Abteilung „Information“ des Büros für Information und Propaganda des AK-Hauptkommandos. 1943 – 1944 Mitarbeiter des Departements für Innere Angelegenheiten der polnischen Exilregierung. Mitglied von „¯egota”. Teilnahme am Warschauer Aufstand 1944. Nach dem Krieg zweimal durch die kommunistischen Machthaber inhaftiert, wegen Spionagevorwürfen verurteilt, 1955 freigesprochen. Mitarbeiter bei Radio „Wolna Europa“ (Free Europe). Während des Kriegszustandes interniert. In den Jahren 1990 – 1995 Botschafter der Republik Polen in Österreich. 1995 und nochmals 2000 – 2001 Außenminister. Senator 1997 – 2001. Seit Juni 2001 Vorsitzender des Komitees zum „Schutz des Gedenkens an Kampf und Martyrium“. Vorsitzender des internationalen Auschwitzkomitees. Autor von ca. 40 Büchern und über 1200 Artikeln vor allem zum Thema der deutschen Besatzung in Polen.
Dr. Christoph Bertram (geboren 1937) – Politologe. Jurastudium in Berlin und Bonn, Politikwissenschaften in Paris. 1967 – 1982 Forscher, stellvertretender Direktor und ab 1974 Direktor des Internationalen Institutes für Strategische Studien (International Institute for Strategic Studies), London. 1982 – 1998 Kommentator für internationale Beziehungen in der „Zeit“. 1998 – 2005 Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Leiter des dortigen Deutschen Institutes für Internationale Politik und Sicherheit. Von 1999 bis 2000 Mitglied der Weizsäckerkommission zur Reform der Bundeswehr. Seit 2005 Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Studien des Bolognazentrums an der John Hopkins Universität. Mitglied des Präsidiums des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentags. Seit 2004 beim Berlin Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung.
Dr. Marek Cichocki (geboren 1966) – Politologe, Deutschlandexperte. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Warschau. Bis 2004 Programmdirektor am Zentrum für internationale Beziehungen. Gegenwärtig Programmdirektor am Europazentrum in Natolin. Übersetzer der Schriften Carl Schmitts. Publikationen: Ci±g³o¶æ i zmiana (1999); Wspólnota sprzecznych interesów (1999); Z demokracj± na ty. Edukacja prawna i obywatelska (2000); Porwanie Europy (2004); W³adza i pamiêæ (2005). Gemeinsam mit Dariusz Kar³owicz Herausgeber der philosophischen Jahresschrift „Teologia polityczna“. Chefredakteur der Zeitschrift „Nowa Europa. Przegl±d natoliñski“.
Prof. Dr. Dan Diner (geboren 1946) – Historiker. 1973 Promotion an der Goethe-Universität in Frankfurt a.M., dort 1980 ebenfalls Habilitation. Lehrtätigkeit an den Universitäten Odense, Essen und Tel Aviv. 1994 – 1999 Direktor des Institutes für Deutsche Geschichte in Tel Aviv. Ab 1999 Direktor des Simon-Dubnow Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig. Ab 2001 Professor für Neuzeitliche Geschichte Europas an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Gastdozent an den Universitäten Wien, München, Luzern, Oxford, Princeton sowie der University of Illinois.
Marie-Luise Dött (geboren 1953) – MdB, Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Unternehmerin, Gemmologin und Diamantgutachterin. Seit 2001 Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU). Präsidentin der Guardini Stiftung. Mitglied der Bundesfachkommission Energiepolitik und der Bundesfachkommission Umweltpolitik des Wirtschaftsrates Deutschland. Stellvertretende Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM). Mitglied der CDU seit 1984. 1994 bis 2005 im Landesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT/WIV). Seit 1995 im Bundesvorstand der MIT/WIV. 1997 bis 1999 Mitglied im Landesvorstand der CDU NRW. Mitglied des Deutschen Bundestages seit 1998. Seit 2005 Vorsitzende der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Prof. Dr. Norbert Frei (geboren 1955) – Historiker. 1979 Promotion an der Universität München. Bis 1997 Mitglied von Forschungsgruppen am Institut für Zeitgeschichte in München, Redakteur der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte. 1985 – 1986 Lehrtätigkeit an der Universität Harvard, 1996 – 1997 am Wissenschaftskolleg Berlin, 2004 am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. 1997 – 2004 Leiter des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Universität Bochum, ab 2005 Lehrtätigkeit an der Friedrich-Schiller- Universität in Jena. Auf Polnisch ist von ihm erschienen: Pañstwo wodzowskie. Rz±dy narodowosocjalistyczne w latach 1933-1945 (2000); Polityka wobec przesz³o¶ci. Pocz±tki Republiki Federalnej i przesz³o¶æ nazistowska (1999).
Prof. Dr. Ute Frevert (geboren 1954) – Historikerin. Ab 1983 Lehrtätigkeit an den Universitäten in Berlin, Konstanz, Bielefeld und Zürich. Ab 2003 Professorin in Yale. Beschäftigung mit der Geschichte der Frau, Genderbeziehungen im heutigen Deutschland, deutsche Sozial- und Gesundheitspolitik im 19. Jahrhundert sowie Einfluss der Einberufung in die Armee auf die Gesellschaft seit 1814 bis heute. Gastdozentin in Berlin, Stanford und Jerusalem. 1998 Trägerin des Leibnizpreises. Auf Polnisch erschien von ihr Mann und Weib und Weib und Mann: Geschlechter-Differenzen in der Moderne (1995, polnische Ausgabe M±¿ i niewiasta. Niewiasta i m±¿. O ró¿nicach p³ci w czasach nowoczesnych 1997).
Joachim Gauck (geboren 1940) – Pastor. Bis 1989 Pastor in Lüssow und Rostock. 1989 Mitgründer des oppositionellen Neuen Forums in der DDR. Ab März 1990 Abgeordneter zur Volkskammer, Leiter des Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)/Amt für Nationale Sicherheit (AfNS). Am 3. Oktober 1990 Berufung zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes. Ende 1991 – 2000 Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR („Gauck-Behörde“). Vorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen – für Demokratie“. 1991 Theodor-Heuss-Medaille gemeinsam mit fünf weiteren Bürgerrechtlern der ehemaligen DDR. 1995 Bundesverdientskreuz erster Klasse für sein herausragendes Engagement während der friedlichen Revolution 1989. 1996 Hermann-Ehlers-Preis, 1997 Hannah-Ahrendt-Preis. 1999 Ehrendoktorwürde der Universität Rostock.
Dr. Thomas Gutschker (geboren 1971) – Journalist. Studium der Politologie, Romanistik, Literatur und Philosophie in Augsburg und Washington. 2001 – 2002 Ressortleiter Osteuropa bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ab 2003 Redakteur im Ressort Internationales beim Rheinischen Merkur. Schwerpunkte: Europa, Naher Osten, transatlantische Beziehungen. Publikationen: Aristotelische Diskurse. Aristoteles in der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts (2002); Selbstbewusst und unberechenbar? Deutschlands neue Rolle in der Welt (2003).
Helga Hirsch (geboren 1948) – Journalistin. Studium der deutschen Philologie und Politikwissenschaft an der FU Berlin. Ab 1979 Kontakte mit der demokratischen Opposition in Polen. 1989 – 1995 Korrespondentin der „Zeit“ in Warschau. Seit 1996 freie Journalistin. Autorin von Dokumentarfilmen, u.a.: Späte Opfer. Deutsche in polnischen Lagern (MDR/WDR 1998); Der Erbfeind – Preußen/Deutschland aus polnischer Sicht (arte 2001); Schönes Land - armes Land. Bulgarien im Aufbruch (TV, 2003); Coffee Beans for a Life (Mein Überleben in Kolbuszowa). In Polen erschienene Bücher: Zemsta ofiar: Niemcy w obozach w Polsce 1944-1950 (Die Rache der Opfer. Deutsche in polnischen Lagern 1944-1950, 1998); Ich habe keine Schuhe nicht. Geschichten von Menschen zwischen Oder und Weichsel (2002); Bislang nicht ins Polnische übersetzt: Schweres Gepäck. Flucht und Vertreibung als Lebensthema (2004).
Janusz Jankowiak (geboren 1957) – Ökonom, Absolvent des Instituts für Außenhandel der Höheren Handelsschule, Doktorand am Institut für Wirtschaftswissenschaften an der Staatlichen Akademie der Wissenschaften (PAN), Stipendiat der Ko¶ciuszko-Stiftung in New York sowie der Europäischen Kommission in Brüssel und Lissabon. Gegenwärtig Chefökonom des polnischen Wirtschaftsrates. In den Jahren 2000 – 2006 Chefökonom der BRE-Bankengruppe. Davor u.a. Chefökonom der Westdeutschen Landesbank Polen, Mitarbeiter der Wissenschaftlichen Stiftung Zentrum für sozialökonomische Forschung (CASE). 1995 – 1997 Chefredakteur der Wochenzeitschrift „Gazeta Bankowa“.
Hans Ulrich Klose (geboren 1937) – MdB. Jurastudium in Freiburg und Hamburg. 1964 Eintritt in die SPD. 1970 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, 1972 Vorsitzender der SPD-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft, 1973 Innensenator in Hamburg. 1974 – 1981 Bürgermeister in Hamburg. MdB seit 1983. 1987 – 1991 Schatzmeister der SPD. 1991 – 1994 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. 1994 – 1998 Vizepräsident des Deutschen Bundestages. 1998 – 2002 Vorsitzender und seit 2002 stellv. Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages. Seit 2003 Vorsitzender der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe.
Adam Krzemiñski (geboren 1945) – Journalist. Studierte in Warschau und Leipzig Germanistik. Seit 1973 Redakteur der Wochenzeitschrift „Polityka“, seit einem Jahr Gastredakteur der „Zeit“. Publikationen ebenfalls in „Twórczo¶ci”, „Dialog”, „Tygodnik Powszechny”, „Rzeczpospolita”, sowie der "Sûddeutschen Zeitung", der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", und der „Welt". Er veröffentlichte u.a. Polen im 20. Jahrhundert (1993) sowie die Textsammlung Polnisch-deutsche Verspiegelungen (2002).
Prof. Dr. Roman Ku¼niar (geboren 1953) – Politologe, Professor an der Universität Warschau. Seit 1982 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für internationale Beziehungen der Universität Warschau, seit 1992 Professor, Leiter der Abteilung für strategische Studien. Seit 1990 Mitarbeiter des Außenministeriums. In den Jahren 1992 – 1994 Direktor der Abteilung Planung und Analyse, von 1994 – 1998 Bevollmächtigter bei der ständigen Vertretung Polens bei der UN in Genf, von 2000 – 2002 Direktor der Abteilung Außenpolitische Strategie und Planung. 2003 – 2005 Direktor der Diplomatenakademie. Seit 1995 Mitglied der polnischen Delegation in der UN-Menschenrechtskommission. Seit 2005 Direktor des Polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten. Autor wissenschaftlicher und publizistischer Artikel sowie Redakteur von Veröffentlichungen zur neuesten Geschichte der internationalen Beziehungen, Sicherheitsproblematik, Menschenrechte, strategische Studien sowie polnische Außenpolitik. Er veröffentlichte u.a.: O prawach cz³owieka (1992), Polityka i si³a (2005). Seit 1995 Chefredakteur des „Rocznik Strategiczny”.
Karl Lamers (geboren 1935) – Politiker. Studium der Rechtwissenschaft und Politikwissenschaft in Bonn und Heidelberg. 1966 – 1980 Präsident der Politischen Akademie Wien. 1968 – 1971 Vorsitzender der Jungen Union Rheinland. Ab 1971 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Rheinland. 1980 – 2002 MdB. Vorsitzender der Arbeitsgruppe Außenpolitik und außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Ab 2000 Vizepräsident der Europäischen Volkspartei. Autor vieler Publikationen zum Thema Internationale Beziehungen mit dem Schwerpunkt Europa.
Prof. Dr. Irena Lipowicz (geboren 1953) – Juristin, Inhaberin des Lehrstuhls für Verwaltungsrecht an der Universität Kardinal Stefan Wyszyñski in Warschau. Promotion und Habilitation am juristischen Institut der Universität ¦l±ski. Zweimalige Stipendiatin der Humboldt-Stiftung: 1983 – 1984 in Tübingen, 1989 – 1990 in Heidelberg. Veröffentlichung von über 50 wissenschaftlichen Arbeiten. Vorlesungen u.a. an den Universitäten in Köln, Athen, Passau, Graz, Dresden und Tübingen. 1991 – 2000 Abgeordete zum Sejm, Mitglied der Fraktion der Demokratischen Union und später der Freiheitsunion. Ab 1991 Vorsitzende der polnisch-österreichischen Parlamentariergruppe sowie stellvertretende Vorsitzende der polnisch-deutschen Parlamentariergruppe. Ab 1997 Vorsitzende der Kommission für territoriale Selbstverwaltung, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der Freiheitsunion sowie Vizevorsitzende der parlamentarischen Versammlung der OSZE. Mitglied der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten. 2002-2004 Botschafterin der Republik Polen in Österreich. Von November 2004 bis Mai 2006 Beauftragte des Außenministeriums für die polnisch-deutschen Beziehungen.
Prof. Dr. Stefan Meller (geboren 1942) – Historiker, Diplomat. Von Oktober 2005 bis Mai 2006 Außenminister unter der Regierung Marcinkiewicz sowie Vorsitzender des Komitees für Europäische Integration. Absolvent des Instituts für Geschichte an der Universität Warschau. 1966-1968 Mitarbeiter des Polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten. 1968 suspendiert. Ab 1974 Mitarbeiter der Warschauer Universität in Bia³ystok. Ab 1975 Lehrtätigkeit an der Staatlichen Theaterhochschule Warschau, 1981 – 1984 Prorektor. Ab 1992 Mitarbeiter des Außenministeriums. In den Jahren 1995 – 1996 Unterstaatssekretär. Botschafter der Republik Polen in Frankreich von 1996 – 2001. Von 2001 – 2002 erneut Unterstaatssekretär im Außenministerium. Von Februar 2002 bis Oktober 2005 Botschafter der Republik Polen in der Russischen Föderation. Veröffentlichungen u.a. Kamil Desmoulins (1982), Rewolucja francuska 1789-1794. Spo³eczeñstwo obywatelskie (gemeinsam mit Jan Baszkiewicz, 1983), Les relations politiques entre la Pologne et les Pays-Bas a l'époque de la diete de quatre ans (1984), Rewolucja w dolinie Loary. Miasto Chinon 1788 – 1798 (1987), Po¿egnanie z rewolucj± (1991).
Prof. Dr. Meinhard Miegel (geboren 1939) – Politologe. Studium der Philosophie, Sozialwissenschaften und Jura in Washington, Frankfurt a.M. und Freiburg. In den siebziger Jahren Assistent des CDU-Generalsekretärs. Ab 1977 Direktor des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn. In den neunziger Jahren Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig. Mitglied vieler Stiftungen und Vereine, darunter der Beirat „Wissenschaft, Literatur und Zeitgeschichte” des Goethe-Instituts, seit 1994 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, seit 1997 Mitglied im Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung, seit 1999 Mitglied der Global Aging Commission, Center for Strategic & International Studies, Washington, 1999 – 2003 Mitglied versch. Präsidentenkommissionen der Max-Planck-Gesellschaft, seit 2004 Mitglied des Kuratoriums der Dresden International University. U.a. ausgezeichnet mit dem Cicero Prize, Schader-Preis, Corine International Book Prize, Hans-Martin-Schleyer-Preis, Theodor-Heuss-Preis.
Prof. Dr. Claus Offe (geboren 1940) – Politologe. Studium an der FU Berlin, Promotion in Soziologie an der Universität Frankfurt a.M., Assistent von Jürgen Habermas. Habilitation in Politikwissenschaft an der Universität Konstanz. Gastdozent u.a. in Princeton, Wien, Stanford, Bielefeld, Bremen, Budapest und New York. Mitglied der Europäischen Akademie, Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences. Derzeit bei der Hertie School of Governance sowie der Humboldt-Universität in Berlin und an der Australian National University. Auf Polnisch erschienene Publikation: Drogi transformacji. Do¶wiadczenia wschodnioeuropejskie i wschodnioniemieckie (1999).
Prof. Dr. Dariusz Rosati (geboren 1946) – Ökonom. Abgeordneter zum Europäischen Parlament. Rektor der Höheren Schule für Recht und Handel „Ryszard £azarski” in Warschau. Absolvent der Oberschule für Planung und Statistik (SGPiS, die heutige Höhere Handelsschule SGH) in Warschau. In den Jahren 1978 und 1979 Berater bei der Citibank in New York. Gründer und von 1985 – 1986 sowie von 1987 – 1988 auch Direktor des Institutes für Weltwirtschaft an der SGH. Von November 1988 bis Juni 1989 Mitglied des wirtschaftlichen Beraterteams des Premierministers. In den Jahren 1988 – 1991 Experte bei der Weltbank, dem Institut für Untersuchungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der UN (WIDER) sowie bei der Internationalen Organisation für Arbeit und der Kommission der Europäischen Gemeinschaft. Von 1991 – 1995 Chef der Sektion mittelosteuropäischer Länder in der Europäischen Wirtschaftskommission der UN in Genf. Von Dezember 1995 bis Oktober 1997 Außenminister der Republik Polen. 1998 – 2004 Mitglied des Rates für Geldpolitik. Autor von über 200 wissenschaftlichen und publizistischen Arbeiten in polnischer, englischer, französischer, russischer und ungarischer Sprache. Veröffentlichung u.a. von: Podejmowanie decyzji w organizacjach gospodarczych (1977); Polska droga do rynku (1998); Polityka proeksportowa.
Prof. Dr. Aleksander Smolar (geboren 1940) – Politologe, Publizist, Vorstandsvorsitzender der Stefan-Batory-Stiftung, wissenschaftlicher Mitarbeiter des französischen Nationalen Forschungszentrums (CNRS). Studium der Soziologie und der Ökonomie an der Universität Warschau und internationaler Beziehungen an der John Hopkins University. In den Jahren 1971 – 1989 Emigration aus politischen Gründen, Aufenthalt in Italien, Großbritannien und Frankreich. 1974 Mitgründer und Redakteur der politischen Quartalsschrift „Aneks“. 1989 – 1990 politischer Berater von Premierminister Tadeusz Mazowiecki, 1992 – 1993 außenpolitischer Berater der Premierministerin Hanna Suchocka. Bis 2005 Mitglied der Freiheitsunion. Veröffentlichungen u.a. Le rôle des groupes d'opposition la veille de la démocratisation en Pologne et en Hongrie (red. z Peterem Kende, 1989), La Grande Secousse. l'Europe de l'Est 1989-1990 (mit Peter Kende, 1991), Globalization, Power and Democracy (mit Marc Plattner, 2000), De Kant a Kosovo (mit Anne-Marie Le Gloannec, 2003).
Prof. Dr. Norbert Walter (geboren 1944) – Ökonom. Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. 1986 Gastdozent an der John-Hopkins-Universität in Washington. Ab 1990 Chefökonom der Deutschen Bank. Ab 1992 Direktor von Deutsche Bank Research / Think Tank der Deutschen Bank Gruppe. Seit 2002 Mitglied des Committee of Wise Men on the Regulation of European Securities Markets. Ab 2002 Mitglied der interinstitutionellen Monitoring Group for security markets beim Europäischen Parlament, dem Rat und der Europäischen Kommission. Seit 2005 Vorsitzender der International Conference of Commercial Bank Economists. Wirtschaftskommentator für Presse und Fernsehen.
Kazimierz Wóycicki (geboren 1949) – Historiker, Publizist, Direktor der Abteilung des Instituts des Nationalen Gedenkens (IPN) in Szczecin, Mitarbeiter im Bereich Osteuropastudien an der Universität Warschau. Mitinitiator der deutsch-polnischen „Kopernikusgruppe“. 1990 – 1993 Chefredakteur von „¯ycie Warszawy”. 1996 – 1999 Direktor des polnischen Institutes in Düsseldorf, 2001 – 2004 Direktor des polnischen Institutes in Leipzig. Publizierte u.a. in „Rzeczpospolita“, „Wiê¿” und „Tygodnik Powszechny“. Veröffentlicht u.a. Czy baæ siê Niemców? (1990), Spór o niemieck± pamiêæ. Debata Walser-Bubis (mit Piotr Buras, 1999), Przyja¼ñ nakazana? Stosunki miêdzy NRD i Polsk± w latach 1949-1990 (mit Basil Kerski und Andrzej Kotula, 2003), Niemiecki rachunek sumienia. Niemcy wobec przesz³o¶ci 1933–1945 (2004).
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